18. Oktober 2019, 05:46 Uhr – Aufwachen. Alles noch dunkel. Ich
höre die Autos durch das halbgeöffnete Fenster, ich höre das
Rascheln des Plastebezugs über meiner Matratze, ich höre
irgendjemanden Schnarchen. An Schlaf ist nicht mehr zu denken. Also
plane ich die weitere Zeit, schaue nach Reiserouten, Jobs,
Autovermietung. Das alles beruhigt mich. Einen Plan zu haben, ist
eine Erleichterung.
07:54 Uhr – Leo
wacht auf und winkt mir vom Bett gegenüber zu. Wir klettern aus
unseren Betten, machen uns fertig und freuen uns auf das kostenlose
Frühstück. Dieses müssen wir dann im Speisesaal erstmal suchen,
weil ich was ganz anderes als eine Packung Oats, eine Packung
Cornflakes, Orangenmarmelade, 3 Scheiben Toast und Instantkaffee
erwartet habe. Richtig, keine Milch. Also gab es 1,5 Toastscheiben
für jeden. Schmeckt.
Zurück im Zimmer
können wir unsere Luxusbude dann begutachten: Jeder Zentimeter wurde
praktisch genutzt, drei dreistöckige Betten bringen Menschen
unterschiedlicher Länder, Kulturen und Sprachen zusammen. Ein
offener Kleiderschrank ist gleichzeitig trendig und minimalistisch.
Die Wände sind stylisch mit Bambus verkleidet, das mit Bauschaum
versiegelte Fenster bewirkt, dass sich alle Mitbewohner auch
ordentlich an den Geruch der anderen gewöhnen können. So weiß ich
sogar was es bei der Spanierin aus dem Nebenbett zu essen gab:
Knoblauch.
Schweren Herzens
verlassen wir diese Institution des Austausches, um in der Stadt
Karten für die Bahn und eine SIM Karte zu kaufen. Dieses Tagesziel
haben wir erreicht.
Nach einem
dreistündigen Mittagssschlaf kochen wir selbst und frisch, denn auch
diese Möglichkeit bietet uns unser Hostel. Die Nudeln schmecken uns
auch am nächsten Tag noch.
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