7. November 2019 – Leo weckt
mich: „Du musst aufstehen, in einer halben Stunde fahren wir uns
ein Auto angucken.“ Spontan. Also aus dem Bett quälen, ins Bad
schlumpern und das tägliche Programm starten. Leo bringt mir einen
Kaffee, um meine allmorgendliche Verpeiltheit schon mal zu bekämpfen.
Danke nochmal an dieser Stelle. Wir fahren zu besagter Adresse und
stellen fest, der Verkäufer hat die Straße ganz random rausgesucht
und wohnt gar nicht da. Schnell bemerken wir, dass das Auto auf
keinen Fall so gut ist, wie beschrieben, zu dem heißt „Jo“ gar
nicht „Jo“, sondern „Mahmud“. Danke Bro, dass du dachtest,
wir wären total dämlich und würden auf deine Geschichte reinfallen
und auch dafür, dass wir ne Stunde dahin gegurkt sind. Nicht cool.
Langsam verliere ich die Hoffnung, dass wir jemals ein vernünftiges
Auto und einen vernünftigen Verkäufer finden und für immer hier
stecken bleiben und die Zeit verschwenden und letzendlich alles um
sonst ist und wir zurück fliegen und nichts erlebt haben. Ja, ich
übertreibe dramatisch, aber mir ist gerade danach.
Nachmittags
treffen wir Elisa und versuchen eine Jacke für mich zu kaufen, weil
es hier schweinekalt ist. Auch richtige Verarsche: Ich dachte hier
ist Sommer und dann melden die heute im Radio, dass es Samstag
schneien könnte. Wtf. Natürlich finden wir keine Jacke, weil die
Australier wahrscheinlich nicht frieren oder so.

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