Esperance

3. Dezember 2019 – Heute fahren wir in den Cape Le Grande Nationalpark. Dort zieht es uns erstmal zum Lucky Bay, Australiens weißesten Strand. Es ist ein bisschen windig, aber wir lassen uns nicht davon abhalten im türkisblauen Wasser zu baden. Völlig überwältigt von der unglaublichen Schönheit der Natur, meinen wir im Paradies angekommen zu sein.
Die Kirsche auf der Sahne sind die Kängurus, die ganz friedlich am Strand langhoppeln und sich sogar streicheln lassen.
Wir fahren weiter durch den Park am Frenchmen Peak entlang zum Hellfire Bay und den Whistling Stones (flüsternde Steine). Zu denen haben die Aborigines ihre eigene Geschichte: Zwei Jungen haben einst einem Adler seine Brut und so seine Zukunft gestohlen. Deshalb trug der Adler die beiden Jungen raus aufs Meer, um so auch ihnen ihre Zukunft zu nehmen. Das Rauschen, was von den Whistling Stones ausgeht, ist das Weinen der Eltern, die an Land auf die Rückkehr der Kinder warten. 
Uns gefällt es hier und wir verlängern eine Nacht.












4. Dezember 2019 – Die Sonne knallt. Wir machen ein paar Besorgungen in der Stadt, Leos Haare werden entfärbt und dann geht es ab zum Twillight Beach. Dort fühlt es sich fast an wie Mallorca, weil so viele Deutsche hier sind. Wir genießen das Paradies und gönnen uns abends Pizza und ein 5L Tetrapack Wein und so verlängern wir um noch eine Nacht.




5. Dezember 2019 – Eigentlich wollen wir heute nochmal an den Strand, aber als wir aufstehen, ist der Himmel bewölkt. Wir waschen trotzdem unsere Wäsche und beschließen auf den Frenchmen Peak zu wandern. Doch als wir uns umziehen, reißt plötzlich der Himmel auf und es wird warm. 4H wandern kommt nicht mehr infrage. Alternativplan: Die Küste entlang fahren und da anhalten, wo es uns gefällt.
Unser Weg endet wieder am Twillight Beach, aber den verlassen wir recht zeitig, weil es dann doch nicht sooo warm war (wenn man sich an 40°C gewöhnt hat, sind auch 22°C kalt).
Zurück auf dem Campingplatz färben wir Leos Haare dunkelblond.
Ich mache außerdem Bekanntschaft mit einem sehr liebenswürdigem Papagei, der mich beim Wäscheabnehmen verfolgt und immer neben meinem Fuß sitzt. Letzlich wird er von den Leuten, die auf dem Campingplatz arbeiten, eingefangen. Ist wohl ausgebüxt. 



Kommentare