Rottnest Island

15. Dezember 2019 – Rottnest Island wir kommen! Viertel 9 starten wir nach Fremantle, um dort mit der Fähre 9:45 Uhr auf die besagte Insel zu fahren. Nach einer halben Stunde sind wir da.
Wir leihen Fahrräder aus und erkunden bei 38° die Gegend. Nach den ersten 5km halten wir an einem Strand und suchen in einer Höhle Schutz vor der Sonne. Ich penn natürlich beim Rauschen der Wellen weg. Eine Stunde später weckt mich Leo und wir fahren zurück, um noch ein paar Quokkas zu suchen. 
Das sind kleine, süße Tierchen, die bisschen wie große Mäuse aussehen und auf Bildern wohl immer lachen sollen. Natürlich wollen wir ein Selfie mit einem lachenden Quokka.
Nach einer Weile werden wir fündig, allerdings guckt das Vieh total unglücklich. Wir fahren weiter und beobachten einige Asiaten, denen jedes Mittel recht ist, um das perfekte Bild zu machen: Eine von ihnen hält das Quokka unterm Kinn fest, damit es aufrecht steht; eine andere spendet Schatten, damit das Bild auch ja nicht überbelichtet ist und die dritte macht das eigentliche Selfie. Kein Wunder, dass die Tierchen so traurig aussehen.
Wir versuchen auch nochmal unser Glück, aber ohne asiatische Foltermethoden und tatsächlich schaffen wir es!
Wir geben unsere Fahrräder ab und sind froh nach 10km radeln, zurück aufs Festland zu fahren.
Auf dem Weg zum Campingplatz sehen wir das Ausmaß der Hitze: Große Rauchschwaden ballen sich am Horizont zusammen, die Luft ist dick und riecht nach Qualm – auch wenn die Waldbrände ziemlich von uns entfernt sind, können wir ihre Folgen erkennen.
Abends machen wir außerdem unsere erste Bekanntschaft mit Aborigines, leider keine Gute: Als wir unser Abendbrotgeschirr abwaschen, marschiert eine Familie ganz selbstverständlich in die Küche und nimmt sich aus dem Kühlschrank eine gut gefüllte Tasche. Am nächsten Morgen erfahren wir, dass diese Tasche nicht ihnen, sondern unseren deutschen Mitcamperinnen gehört hat. Ein anderer Mann warnt uns davor unsere Wäsche über Nacht hängen zu lassen, die würde wohl am nächsten Morgen nicht mehr da sein. Von jetzt an wird das Auto immer zu gesperrt!




Bushaltestelle im Paradies

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