Shark Bay

22. Januar 2020 (375 km) – Auf geht’s nach Shark Bay. Wir verlassen Kalbarri und machen uns auf den Weg nach Denham.
Die Fahrt verläuft problemlos und so kommen wir am frühen Nachmittag am Shell Beach an. Der heißt so, weil er aus „Shells“, das heißt Muscheln, besteht. Grund dafür ist das extrem salzige Wasser in dieser Region. Nur die fragum cockle (Herzmuschel), eine spezielle Muschelart, kann hier überleben.
Es gibt nur ganz wenige Strände auf der Welt, die nicht aus Sand, sondern aus Muscheln bestehen. Deshalb ist dieser auch Weltkulturerbe.
Leider geht auch hier wieder dieser ekelhafte Wind und außerdem ist gerade Ebbe. Gibt also nicht so viel zu sehen. Wir fahren weiter auf den Campingplatz.
Für abends nehmen wir uns vor im Nationalpark die Sterne anzuschauen, das kann man dort nämlich in einem Pool mit warmen Wasser machen. Die Frau an der Rezeption von unserem Campingplatz versichert mir, dass wir die Stelle mit unserem Auto (nur 2WD!) erreichen können, alles easy.
Nach dem Abendbrot machen wir uns auf den Weg. Die Straße zum Nationalpark ist eine Schotterstraße, das haben wir nicht anders erwartet. Ein Schild warnt uns vor wilden Hunden und anderem Getier.
200m später sind wir uns dann nicht mehr sicher, ob das wirklich noch Schotter unter uns ist oder nicht eventuell doch Sand?!
Ich steige aus, um mir von der Sache ein Bild zu machen: Totenstille, nur der Wind heult mir um die Ohren. Es ist duster wie im Bärenarsch (würde Mama jetzt sagen), unser Auto ist die einzige Lichtquelle. Und unter mir Sand. So viel, dass ich glauben könnte, am Strand zu sein. Ganz bestimmt nicht die richtige Straße für unser Autolein.
Ein bisschen ängstlich steige ich zurück ins Auto. Wir beschließen zurück zu fahren, doch umdrehen können wir nicht, da die Straße zu schmal ist und sich an den Seiten noch höhere Sandberge türmen. Wir beschließen einfach rückwärts zurück zu fahren. Leo läuft neben dem Auto her, um mir zu erklären wo der beste Weg ist.
Nach einer gefühlten Ewigkeit kommen wir wieder am Campingplatz an. Alles ist gut gegangen. Doch vom Nationalpark haben wir jetzt erst mal genug.


Shell Beach


Wir machens uns lieber im Auto gemütlich


23. Januar 2020 – Nicht weit von unserem Campingplatz befindet sich die „Little Lagoon“, kleine Lagune. Dort leihen wir uns ein Kayak aus und paddeln ein wenig über den See. Allzu lange halten wir es jedoch nicht in der Sonne aus und so verdrücken wir uns in den Schatten.
Gegen Abend fahren wir zum Eagle Bluff, einem Lookout über den Ozean. Dort sehen wir uns den Sonnenuntergang an und öffnen eine Flasche Wein.








24. Januar 2020 – Heute haben wirs ganz schön warm. Wir sitzen abwechseln am Strand vor unserem Campingplatz und in der überdachten Campküche.
Der Ozean ist hier sehr flach, man müsste wahrscheinlich 100m im Wasser laufen, um wenigstens bis zur Hüfte im Wasser zu stehen. Das liegt daran, dass Shark Bay durch Seegras geformt wurde. Die Reste abgestorbener Pflanzen wurden zu Schlamm und Sediment und haben so den Meeresboden erhöht.
Leo und ich haben keine Lust so weit zu laufen, also legen wir uns bäuchlings in das flache Wasser nahe des Strands. Wir quatschen und albern rum, bis ich auf einmal von einer Krabbe gebissen werde. Wenn mir das nochmal passiert, zieh ich das Ding raus und legs auf den Grill!
Gegen Abend schlendern wir durch die wenigen Läden in Denham, ich kaufe neue Schuhe, weil meine (leider!) den Geist aufgegeben haben und schließlich essen wir Pommes am Strand.
Zum Abschluss fahren wir zum Denham Lookout, was nicht so spektakulär ist.



Kommentare

  1. Abenteuer pur eben eure Ausfahrt am Abend. Bei Sand sollte man doch sehr vorsichtig sein. LG sombki

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