29. Januar 2020 (335 km) –
Völlig verschwitzt wache ich 7 Uhr morgens auf. Erstaunlicherweise
habe ich sogar einige Stunden geschlafen.
So
schnell wie möglich packen wir unsere 7 Sachen, um so schnell wie
möglich von hier wegzukommen. Heutiges Ziel: Karijini Nationalpark.
Dort
angekommen wollen wir zuerst an den Hancock Pool. Nach ca. 50 km wird
uns klar: Das wird nix. Durch Überflutungen in den letzten Wochen
liegt überall auf der Straße Schotter und Steine. Von den sowieso
unbefestigten Straßen ganz zu schweigen.
Ein
bisschen enttäuscht drehen wir um.
Unser
nächstes Ziel sind die Fortescue Falls und der Fern Pool. An
letzterem verbringen wir den restlichen Abend.
Als
die untergehende Sonne die Gegend noch röter macht als sie eh schon
ist, machen wir uns auf den Weg zum Campingplatz. Dabei begegnen wir
einigen Spinnen, denen ich lieber nicht begegnen will, wenn es noch
dunkler ist.
Unser
Schlafplatz ist mitten im Outback. Rings um uns herum nichts. Wir
sind ganz allein.
Kurz
überlegen wir, ob wir bisschen Angst haben sollten, beschließen
dann aber, diese Gedanken besser gar nicht erst zu zulassen. Na
dann, gute Nacht.
30. Januar 2020 (1360 km) – 3
Uhr nachts heißt es für uns aufstehen. Unter einem unglaublichen
Sternenhimmel verlassen wir den Nationalpark.
Allzu
viel gibt es von diesem Tag nicht zu berichten, wir saßen halt 14h
im Auto.
3h
vor Perth passiert, was passieren musste: Wir haben einen Platten.
Glücklicherweise an einer Tankstelle. Obwohl das auch irgendwo
ironisch ist: Da fahren wir über unmögliche Straßen, quälen unser
Autolein bei größter Hitze und dann fahre ich an einer Tankstelle
in einen Nagel.
Bevor
wir überhaupt begreifen können, was da gerade passiert ist, liegt
schon ein Trucker unter unserem Auto und schraubt das Ersatzrad ab,
während ein anderer den kaputten Reifen abmontiert. Nach 10 Minuten
ist der Reifen gewechselt und wir können weiter fahren.
Gegen
18 Uhr kommen wir in Perth an und frieren. Nach fast 2 Woche bei über
35° und 40°+ Temperaturen, fühlen sich 22°C wie Winter an.
Zur
Belohnung für die Strecke gibt es Pizza. Es ist so schön wieder in
der Zivilisation zu sein. Wir quartieren uns zum dritten Mal auf
unserem geliebten Campingplatz in Midland ein und fallen erschöpft
ins Bett.



Guten Morgen Australien, die Zivilisation hat euch wieder. Die 22 Grad müssen euch schon echt kalt vorkommen. Was tragt ihr für Netze auf dem Kopf? Für lästige Fliegen oder Mücken? LG sombki
AntwortenLöschenHallihallo, die Temperaturen fühlen sich gerade wirklich sehr kalt an. Die Netze sind gegen die Fliegen, die sind hier nämlich sehr freundlich.
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